Stromanbieter wechseln — ohne Portal, mit einem Menschen.
Ein Vergleichsportal kennt Ihre Rechnung nicht. Es kennt Tarife, sortiert sie nach dem Preis des ersten Jahres und verdient an dem, was oben steht. Wir machen es umgekehrt: Sie schicken uns Ihre Jahresabrechnung, wir rechnen Ihren echten Verbrauch gegen den Markt und sagen Ihnen, ob sich ein Wechsel lohnt. Wenn ja, übernehmen wir ihn — Kündigung, Anmeldung, Fristen.
„Und wenn dann der Strom weg ist?"
Das kann nicht passieren, und zwar nicht aus Kulanz, sondern weil es im Gesetz steht. § 38 EnWG: Wer Strom bezieht, ohne dass der Bezug einem Liefervertrag zugeordnet werden kann, gilt als vom Grundversorger beliefert — automatisch, bis zu drei Monate lang. Es gibt in Deutschland keinen Zustand, in dem eine Wohnung ohne Strom dasteht, weil ein Vertrag endet. Die Leitung bleibt dieselbe, der Zähler bleibt derselbe, niemand kommt vorbei. Es ändert sich nur, wer die Rechnung schreibt.
Drei Wochen, gesetzlich
Der Wechsel darf nach § 20a Abs. 2 EnWG höchstens drei Wochen dauern, gerechnet ab dem Zugang der Anmeldung beim Netzbetreiber. Dauert es länger und der Lieferant oder Netzbetreiber hat das zu vertreten, haben Sie Anspruch auf Schadensersatz — und er muss beweisen, dass er es nicht zu vertreten hat.
Kündigen müssen Sie nicht selbst
Das übernimmt der neue Versorger im Wechselverfahren. Sie unterschreiben einmal, den Rest machen die beiden untereinander — und wir sehen zu, dass die Frist eingehalten wird.
Der Zähler bleibt, wo er ist
Kein Techniker, kein Umbau, keine Unterbrechung. Was sich ändert, ist eine Eintragung beim Netzbetreiber. Ihre Zählernummer bleibt dieselbe — sie steht auf Ihrer Abrechnung.
Drei Dinge, die ein Rechner nicht sehen kann
Ihren echten Verbrauch
Ein Portal fragt nach einer Schätzung oder nimmt einen Richtwert nach Haushaltsgröße. Auf Ihrer Abrechnung steht die gemessene Zahl der letzten Periode — und die weicht oft um mehr als tausend Kilowattstunden ab. Bei 30 Cent sind das 300 € Unterschied in der Rechnung, die Sie vergleichen.
Das zweite Jahr
Sortiert wird nach dem Preis des ersten Jahres, inklusive Bonus. Was danach kommt, steht im Kleingedruckten. Wir rechnen den Bonus heraus und vergleichen, was die Kilowattstunde dauerhaft kostet.
Ihre Kündigungsfrist
Der beste Tarif nützt nichts, wenn Sie noch sieben Monate gebunden sind — oder wenn die Frist in zwei Wochen abläuft und niemand es merkt. Das Datum steht in Ihrem Vertrag, nicht im Rechner.
Und wer daran verdient
Ein Portal bekommt für jeden vermittelten Vertrag Geld, und die Reihenfolge der Treffer hängt auch daran. Wir bekommen es ebenfalls — deshalb steht weiter unten, was das für Sie bedeutet.
Vier Schritte, einer davon ist Ihrer
1. Abrechnung schicken
PDF oder abfotografiert. Wer sie nicht zur Hand hat, lässt sich anrufen — wir gehen sie am Telefon durch. Das ist der einzige Schritt, der Sie Zeit kostet.
2. Wir rechnen nach
Ihr Verbrauch, Ihr heutiger Preis, Ihre Fristen — gegen das, was am Markt zu haben ist. Antwort per E-Mail, meist am selben Tag.
3. Sie entscheiden
Lohnt es sich nicht, sagen wir das. Lohnt es sich, bekommen Sie einen konkreten Vorschlag mit Preis, Laufzeit und dem Datum, ab dem er gilt.
4. Wir übernehmen den Wechsel
Anmeldung beim neuen Versorger, Kündigung beim alten, Überwachung der Drei-Wochen-Frist. Sie bekommen die Bestätigung in Textform — die schuldet Ihnen der neue Lieferant unverzüglich, so steht es in § 20a EnWG.
Das zweite Jahr ist das, in dem es teuer wird
Der häufigste Fehler beim Wechseln ist nicht der falsche Tarif, sondern der vergessene. Ein günstiger Vertrag läuft zwölf Monate, dann greift der reguläre Preis, und niemand erinnert daran. Wer einmal über ein Portal wechselt und danach nichts mehr hört, zahlt ab Monat dreizehn wieder das, was er vorher loswerden wollte.
Wir merken uns Ihr Vertragsende und Ihre Kündigungsfrist und melden uns rechtzeitig davor — mit der Frage, ob wir noch einmal nachrechnen sollen. Sie müssen sich keinen Termin in den Kalender schreiben. Das ist der eigentliche Unterschied zu einem Vergleich, den Sie einmal machen und dann vergessen.
Was Leute uns vorher fragen
Geht ein Wechsel trotz Schulden beim alten Versorger?
Offene Rechnungen bleiben offen — sie wandern nicht mit und sie verschwinden nicht. Der neue Vertrag ist davon zunächst unabhängig; viele Versorger prüfen allerdings die Bonität, und bei schlechter Auskunft kommt kein Vertrag zustande oder nur einer mit Vorkasse. Sagen Sie es uns vorher, dann schlagen wir gar nicht erst etwas vor, das abgelehnt wird.
Was ist, wenn mein Preis gerade erhöht wurde?
Dann haben Sie ein Sonderkündigungsrecht — unabhängig von der normalen Laufzeit. Die Frist dafür ist kurz und steht im Schreiben Ihres Versorgers. Wenn Sie eine Preiserhöhung bekommen haben, schicken Sie uns beides: das Schreiben und die letzte Abrechnung.
Wie schnell geht es technisch?
Seit dem 1. Januar 2026 muss der technische Vorgang eines Stromlieferantenwechsels binnen 24 Stunden vollzogen werden können, an jedem Werktag. Die drei Wochen aus § 20a EnWG sind die Höchstdauer des gesamten Verfahrens, nicht die Regel.
Ich bin umgezogen — zählt das auch als Wechsel?
Beim Umzug landen Sie zunächst automatisch in der Grundversorgung, wenn Sie nichts tun (§ 38 EnWG). Das ist bequem und fast immer der teuerste Tarif am Ort. Wer gerade umgezogen ist, sollte zuerst dort nachsehen.
Was kostet mich Ihre Beratung?
Nichts. Kommt ein Vertrag zustande, bezahlt uns der neue Versorger eine Provision. Kommt keiner zustande, war es umsonst — für Sie und für uns.
Zwei Dinge, die gegen uns sprechen
Wir verdienen am Wechsel. Der neue Versorger zahlt uns eine Provision, Sie zahlen nichts. Das heißt auch: Wir haben ein Interesse daran, dass Sie wechseln. Unser Gegengewicht ist, dass wir es aufschreiben, wenn sich ein Wechsel nicht lohnt — ein Kunde, der wegen eines schlechten Rats zurückkommt, kostet mehr als einer, der bleibt.
Es geht nicht sofort. Ein Portal zeigt in zehn Sekunden eine Liste. Bei uns dauert es, bis ein Mensch Ihre Abrechnung gelesen hat — meist denselben Tag, manchmal den nächsten. Wer jetzt sofort abschließen will, ist beim Portal schneller.
Fangen Sie mit Ihrer Rechnung an.
Name, Telefon und E-Mail, dazu die Abrechnung als PDF oder Foto — mehr brauchen wir nicht. Wer sie nicht zur Hand hat, hinterlässt nur die Nummer, dann rufen wir an. Kostenlos, ohne Vertrag, und Sie hören von uns, auch wenn die Antwort lautet: bleiben Sie, wo Sie sind.