Energieberatung · Messung

Wo Ihr Haus Wärme verliert

Eine undichte Fuge am Dachfenster lässt warme, feuchte Luft in die Dämmung. Dort kühlt sie ab, und nach ein paar Wintern ist die Dämmung nass. Der Blower-Door-Test findet solche Stellen, solange sie noch offen liegen.

So läuft der Blower-Door-Test

  1. Vorbereiten. Fenster und Außentüren werden geschlossen, Innentüren geöffnet. Abluftöffnungen und Kaminzüge werden abgedichtet.
  2. Gebläse einsetzen. Ein Gebläse mit Plane wird luftdicht in eine Außentür gespannt.
  3. Unterdruck und Überdruck. Das Gebläse erzeugt einen Druckunterschied von 50 Pascal zum Außenbereich und misst, wie viel Luft nachströmt.
  4. Lecks suchen. Während der Unterdruck anliegt, werden undichte Stellen mit Rauch, Luftstrommesser oder Wärmebildkamera gefunden.
  5. Bericht. Der Luftwechsel bei 50 Pascal, kurz n50, steht im Protokoll, mit den gefundenen Leckagen.

Grenzwerte im Neubau

Wird die Dichtheit eines neuen Gebäudes vor der Fertigstellung geprüft, gelten diese Höchstwerte, gemessen mit Unter- und mit Überdruck. Bei einer Sanierung schreibt das Gesetz keinen Test vor.

GebäudeLuftwechsel n50
Neubau ohne Lüftungsanlagehöchstens 3,0 Luftwechsel pro Stunde
Neubau mit Lüftungsanlagehöchstens 1,5 Luftwechsel pro Stunde

Was die Messung kostet

LeistungMarktspanne EinfamilienhausHinweis
Blower-Door-Test300–700 €Leckageortung mit Bericht kostet laut 42watt 200–400 € extra
Thermografie200–500 €umfangreiche Gutachten auch mehr

Ihr Preis steht im Angebot nach Ihrem Haus. Der Nachteil des Tests: Er misst nur, er dichtet nichts ab. Lohnend ist er, solange die Ergebnisse noch in die Arbeit der Handwerker einfließen können.

Thermografie: Wärmeverluste sichtbar machen

Eine Wärmebildkamera zeigt die Oberflächentemperatur von Fassade, Dach und Fenstern. Warme Stellen außen verraten fehlende Dämmung, Wärmebrücken an Rollladenkästen, Balkonplatten und Fensteranschlüssen.

Sie gelingt nur in der kalten Jahreszeit, mit deutlichem Temperaturunterschied zwischen innen und außen und ohne Sonne auf der Fassade. Kombiniert mit dem Blower-Door-Test zeigt sie auch, wo kalte Luft nachströmt.

Beide Messungen können Teil der Energieberatung vor Ort sein. Das BAFA bezuschusst die Beratung mit 50 %, höchstens 650 € bei ein bis zwei Wohnungen und 850 € ab drei, für Anträge bis 31.12.2026. Der Antrag kommt vor dem Auftrag an den Berater.

Quellen, abgerufen am 04.11.2026: 42watt, Blower-Door-Test (16.03.2026); reduco.ai, Wärmebrücken erkennen (31.08.2026); co2online, Thermografie (10.06.2020); GModG, BGBl. 2026 I Nr. 226.

Häufige Fragen

Fragen zu Blower-Door und Thermografie

Was kostet ein Blower-Door-Test?

Für ein Einfamilienhaus am Markt 300–700 €. Leckageortung mit Bericht kostet laut 42watt 200–400 € extra. Ihr Preis steht im Angebot nach Ihrem Haus.

Wann ist ein Blower-Door-Test sinnvoll?

Nach dem Einbau neuer Fenster, nach einer Dachdämmung und vor dem Schließen der Innenverkleidung, solange Lecks noch erreichbar sind. Im Neubau gelten die Grenzwerte des Gebäudemodernisierungsgesetzes, wenn die Dichtheit geprüft wird. Bei einer Sanierung schreibt das Gesetz keinen Test vor.

Was kostet eine Thermografie?

Für ein Einfamilienhaus am Markt 200–500 €, umfangreiche Gutachten auch mehr.

Wann kann eine Thermografie gemacht werden?

In der kalten Jahreszeit, mit deutlichem Temperaturunterschied zwischen innen und außen. Am besten früh morgens, ohne Sonne auf der Fassade und ohne Regen.

Blower-Door oder Thermografie, was brauche ich?

Der Blower-Door-Test misst, wie dicht die Hülle ist. Die Thermografie zeigt, wo Wärme verloren geht, auch durch fehlende Dämmung und Wärmebrücken. Beide zusammen zeigen Lecks am deutlichsten.

Gehört das zur Energieberatung?

Es kann Teil des Termins vor Ort sein, wenn es für den Sanierungsfahrplan hilft. Die Beratung bezuschusst das BAFA mit 50 %, höchstens 650 € bei ein bis zwei Wohnungen, für Anträge bis 31.12.2026. Der Antrag kommt vor dem Auftrag.

Anfrage

Blower-Door-Test oder Thermografie anfragen

Unverbindlich. Sie erhalten ein Angebot nach Ihrem Haus, mit Förderung und Eigenanteil. Wir beraten vor Ort in ganz Bayern, auch in Nürnberg, Regensburg und Würzburg.

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