Wärmepumpe Kosten: was nach der Förderung bleibt
Was eine Wärmepumpe Sie kostet, entscheiden drei Zahlen: der Preis für Anlage und Einbau, der Zuschuss der KfW und der Strom, mit dem sie danach läuft. Den Zuschuss können Sie hier selbst ablesen – bis zu 80 % der förderfähigen Kosten, höchstens 22.400 € im Einfamilienhaus.
Wofür Sie bei einer Wärmepumpe bezahlen
- Gerät und Wärmequelle. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe braucht eine Außeneinheit, eine Erdwärmepumpe eine Bohrung oder einen Kollektor im Garten. Das ist teurer im Einbau, arbeitet im Feldtest aber effizienter (siehe unten).
- Heizflächen. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto weniger Strom braucht die Wärmepumpe. Manchmal müssen dafür einzelne Heizkörper größer werden.
- Elektrik und Zähler. Anschluss, Absicherung und oft ein eigener Zähler für den Wärmepumpenstrom.
- Die alte Heizung. Demontage und Entsorgung gehören ins Angebot. Für den Klimageschwindigkeitsbonus verlangt die KfW, dass die alte Anlage fachgerecht entsorgt wird.
Einen verlässlichen Durchschnittspreis nennen wir bewusst nicht. Eine amtliche Preisstatistik für Wärmepumpen gibt es nicht, und die Spannen der Vergleichsportale widersprechen sich. Was Ihr Haus kostet, steht im Angebot des Partnerbetriebs – und darin sollten die vier Punkte oben einzeln auftauchen. Worauf Sie dabei achten, steht unter Wärmepumpe Angebot.
Was die Förderung von den Kosten abzieht
Die Heizungsförderung der KfW (Programm 458) rechnet mit höchstens 28.000 € förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit. Kostet Ihre Anlage mindestens so viel, sieht der Zuschuss im Einfamilienhaus so aus:
| Ihre Lage | Bausteine | Satz | Zuschuss |
|---|---|---|---|
| Vermietete Wohnung oder Haus | Grundförderung | 30 % | 8.400 € |
| Selbst bewohnt, funktionierende Öl- oder Gas-Etagenheizung ersetzt | 30 % + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus | 46 % | 12.880 € |
| wie oben, Haushaltseinkommen bis 50.000 € | + 10 % Einkommensbonus | 56 % | 15.680 € |
| wie oben, Haushaltseinkommen bis 40.000 € | + 30 %, gedeckelt auf 70 % | 70 % | 19.600 € |
| wie oben, Haushaltseinkommen bis 30.000 € | + 40 %, gedeckelt auf 80 % | 80 % | 22.400 € |
Kostet die Anlage weniger als 28.000 €, gilt derselbe Satz auf Ihre tatsächlichen Kosten. Den Klimageschwindigkeitsbonus gibt es auch für eine mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizung und für Kohle- und Nachtspeicherheizungen. Die Einkommensgrenzen liegen 10.000 € höher, wenn mindestens ein kindergeldberechtigtes Kind unter 18 im Haushalt lebt. Alle Bedingungen und den Ablauf finden Sie unter Wärmepumpe Förderung.
Die teuerste Falle: Wer den Vertrag mit dem Heizungsbetrieb ohne Förderklausel unterschreibt, bevor der Antrag gestellt ist, bekommt keinen Zuschuss. Die KfW wertet das als vorzeitigen Vorhabenbeginn.
Was sich ändert, mit Grund: Ab dem 01.02.2027 sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus halbjährlich um 4 Prozentpunkte, und die förderfähigen Kosten der ersten Wohneinheit sinken halbjährlich um 750 €. Außerdem plant der Bund für das 1. Quartal 2027 einen Bonus für Wärmepumpen aus der EU. Für Geräte von außerhalb könnte die Grundförderung dann sinken, etwa auf 15 %. Die Details stehen noch aus. Fragen Sie im Angebot deshalb, wo das Gerät gebaut wird.
Was die Wärmepumpe im Betrieb kostet
Die laufenden Kosten lassen sich mit einer Division ausrechnen: Wärmebedarf geteilt durch Jahresarbeitszahl ergibt den Stromverbrauch. Die Jahresarbeitszahl sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom werden.
| Gemessen im Bestand | Jahresarbeitszahl |
|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpen, 22 Anlagen | Ø 3,3 (2,4 bis 4,0) |
| Erdreich-Wärmepumpen, 10 Anlagen | 3,6 bis 5,2 |
Gemessen hat das Fraunhofer ISE von September 2022 bis August 2023 in Einfamilienhäusern, gebaut zwischen 1826 und 2001 – also in Häusern wie den meisten, die heute umsteigen. Ein Beispiel zum Nachrechnen: 15.000 kWh Wärme im Jahr geteilt durch 3,3 sind rund 4.550 kWh Strom. Ihren Wärmebedarf schätzen Sie aus der Gas- oder Ölabrechnung; der alte Kessel hat davon allerdings einen Teil verloren, der Wert liegt also eher darüber.
Bleibt der Strompreis. Private Haushalte zahlten im 1. Halbjahr 2026 im Schnitt 37,97 ct/kWh, Haushalte mit über 15.000 kWh Gesamtverbrauch im Jahr 30,55 ct/kWh (Statistisches Bundesamt). Die 4.550 kWh aus dem Beispiel kosten damit zwischen rund 1.390 € und 1.730 € im Jahr. Welcher Wert für Sie näher liegt, hängt am Tarif: Für Wärmepumpen gibt es eigene, oft mit eigenem Zähler. Den vergleichen wir mit, bevor die Anlage läuft.
Was Leute uns zu den Kosten fragen
Ist eine Wärmepumpe im Altbau zu teuer im Betrieb?
Nicht pauschal. Die Häuser im Feldtest des Fraunhofer ISE sind zwischen 1826 und 2001 gebaut; die Luft-Wasser-Wärmepumpen kamen dort im Mittel auf eine Jahresarbeitszahl von 3,3. Entscheidend ist, wie warm das Heizwasser werden muss. Das klärt die Heizlast im Angebot.
Bekomme ich die Förderung auch als Vermieter?
Ja, die Grundförderung von 30 %. Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus gibt es nur für die selbst bewohnte Wohneinheit.
Muss ich die ganze Summe vorstrecken?
Den Zuschuss zahlt die KfW nach Abschluss der Arbeiten aus. Zur Zwischenfinanzierung lässt er sich mit dem Ergänzungskredit 358/359 kombinieren.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: KfW, Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458), Richtlinie BEG EM, Bundesanzeiger 27.08.2026; Fraunhofer ISE, Wärmepumpenfeldtest im Bestand, Meldung vom 01.03.2024; Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 345 vom 30.09.2026.
So arbeiten wir, egal wo Ihr Haus steht
- Gespräch per Telefon oder Video. Wir gehen Haus, Verbrauch und Pläne mit Ihnen durch – auch das, was sich ändern wird, etwa ein Elektroauto in zwei Jahren.
- Konzept statt Einzelteil. Daraus entsteht ein Vorschlag für die Wärmepumpe, einzeln oder zusammen, PV mit oder ohne Speicher.
- Angebote und Montage durch Partnerbetriebe, die wir vorher qualifiziert haben. Wir vergleichen die Angebote mit Ihnen und koordinieren die Montage.
- Förderantrag: Wir helfen Ihnen dabei, der Partnerbetrieb ebenfalls.
- Danach der Strom: Den Tarif, mit dem Ihr Haus künftig läuft, vergleichen wir mit und betreuen ihn über die Laufzeit weiter.
Was gegen uns spricht: Außerhalb Bayerns kommen wir nicht vorbei. Wir beraten per Telefon oder Video; vor Ort sind wir in München, Augsburg, Ottobrunn und Holzkirchen.
Was kostet die Wärmepumpe für Ihr Haus?
Unverbindlich. Wir melden uns und vereinbaren das Gespräch per Telefon oder Video.
Vielen Dank!
Ihre Anfrage ist eingegangen. Wir melden uns zeitnah persönlich bei Ihnen.